Tagesgeldentwicklung der letzten Jahre
In der letzten Zeit geht ein regelrechter Hype um das Tagesgeld um. Die Flexibilität der Geldanlage macht sie sehr beliebt, denn im Gegensatz zum Sparbuch oder Festgeld ist, dass es bei Tagesgeldanlagen keine Kündigungsfrist gibt und man täglich (wie der Name ja schon vermuten lässt) über das Geld verfügen kann. Dies ist beim Sparbuch und beim Festgeld nicht so, denn da Geld ist dort entweder nur zur Kündigungsfrist oder mit langer vorheriger Ankündigung verfügbar. Zudem sagt man dem Tagesgeld nach, dass es auf Dauer höhere durchschnittliche Zinsen abwirft. Doch da die Banken frei über die Zinsen verfügen können und diese ohne Vorankündigung jederzeit herauf- oder herabsetzen können, lohnt sich in den meisten Fällen ein Vergleich der verschiedenen Angebote. Die generelle Entwicklung der Tagesgeldzinsen zeigte jedoch bis vor kurzer Zeit konstant nach oben. Lag die durchschnittliche Zinshöhe im Jahr 2005 noch bei ca. 2,25 Prozent, lag sie Anfang des Jahres 2009 in der Spitze bei 5,5 Prozent.
Diese Entwicklung ist jedoch in den letzten Monaten wieder steil gesunken, sodass im August 2009 der durchschnittliche Zinssatz bei Tagesgeldkonten wieder um 2,5 pendelte. Dieser Trend ist jedoch auch bei den Zinssätzen für Sparbücher zu erkennen und rührt von der situativen wirtschaftlichen Lage her. Auf den Hype um das Tagesgeld ist auch der Bund aufgesprungen und hat nun eine neue Art von Tagesgeld auf der Angebotsliste. Die Tagesanleihe, ist eine Verbindung von Bundeswertpapieren und Tagesgeldern, bei der der Kontoinhaber täglich die Zinsen gutgeschrieben bekommt. Diese liegen zum Teil unter der Zinshöhe der privaten Banken, ist aber relativ sicher vor starken Schwankungen.